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am 21. September

Lehr-Jahre, keine Leer-Jahre!

Beate Hemmelmayr - Die Lehrlingsausbildung auf neue Beine stellen: die Ideen von Julian Schmid.

Der Grüne Nationalratsabgeordnete Julian Schmid hat in den letzten Wochen mehrere Schnupperlehren absolviert und aus seinen Erfahrungen einen 10-Punkte-Plan für die Lehre entwickelt.

Auch wenn Julian vielfach dafür angegriffen wurde, dass es ja ein Leichtes sei, mit seinem Gehalt “Lehrling zu spielen”, fand ich sein Projekt sehr spannend und ich würde mir wünschen, dass möglichst viele seiner Kolleginnen und Kollegen diesem Beispiel folgen. Denn schließlich sind sie es, die Gesetze verabschieden, in denen es genau um diese Menschen geht, die Julian in seiner Arbeit kennengelernt hat.

Hier möchte ich nur ein paar Punkte aus dem Programm herausnehmen, das gesamte Programm findest du hier: https://www.gruene.at/lehrlingsplan


  • Zu Beginn braucht es eine flächendeckende Berufsberatung, damit junge Menschen eine echte Wahlmöglichkeit haben und nicht nur aus Mangel an Alternativen weiterhin in die Schule gehen.


  • Während der Lehrzeit soll in der Ausbildung mehr Augenmerk auf die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit gelegt werden. Dafür soll es einen eigenen Lehrlingscoach geben.

 

  • Mit der Forderung nach 700 Euro Mindestlohn für Lehrlinge im ersten Lehrjahr - in allen Branchen, macht sich Julian Schmidt sicher wenig Freund_innen. Aber wenn man dazu übergeht in allen Lehrberufen gleich viel zu verdienen ist es ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Dadurch schafft man einen stärkeren Ausgleich zwischen weiblich und männlich dominierten Branchen.

 

  • Ein weiterer Punkt ist die dringend notwendige Modernisierung der Berufsschulen. Dazu gehört auch die Anpassung der Lehrbücher an die Anforderungen des 21. Jhdt und die Digitalisierung auch in den Klassenzimmern.

 

  • Wir müssen uns überlegen, was junge Menschen wirklich brauchen. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Wir können von Schüler_innen und Lehrlingen nicht erwarten alles wissen zu müssen. Darüberhinaus ist auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt einer rasanten Änderung unterworfen. Die Digitalisierung ist mittlerweile auch in den kleinsten Betrieben angekommen und Lehrlinge müssen auch hier eine breite Ausbildung erfahren. Das kann natürlich nicht jeder Betrieb bieten. Daher kann man auch darüber nachdenken, Lehrlinge in mehreren Firmen parallel auszubilden.

 

Wenn du an diesen Ideen mitarbeiten und mitdenken möchtest, bist du herzlich willkommen. Melde dich bei beate.hemmelmayr@gruene.at