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am 31. August

Radfahren in der Brigittenau

Thomas Pöchtrager - Lebensqualität in einer Grünen Brigittenau … auch für Radfahrer*innen

Die Brigittenau ist der ideale Bezirk zum Radfahren: flach und zentral. Angrenzend an den 2. und 9. Bezirk fehlen aber gut ausgebaute Radwege. In dem großen Gebiet zwischen Donaukanal und Nordwestbahnstraße, und zwischen Leipzigerstraße und Augarten, gibt es keinen durchgehenden Radweg. Und das, obwohl Jägerstraße und Wallensteinstraße als Hauptverkehrsadern ein fixer Bestandteil des Wiener Hauptradverkehrsnetzes sind.

AN DER BEZIRKSGRENZE IST ES VORBEI MIT DEM RADWEG

Vom 2. Bezirk kommend muss man beim Gaußplatz, vom Radweg runter, sich den Kreisverkehr mit den Autos teilen, um dann in die Jägerstraße abzubiegen. Dort kann man sich entscheiden. Entweder man fährt zwischen dem äußeren Straßenbahngleis und den parkenden Autos. Begleitet von der ständigen Gefahr sich öffnender Autotüren und der Notwendigkeit in zweiter Spur parkende Autos zu Umfahren (dazu müssen zweimal Gleise gequert werden). Oder man fährt zwischen den Gleisen, mitten auf der Fahrspur und ist immer wieder gefährlichen Überholmanövern von Autofahrer*innen ausgesetzt.

Quelle: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/radwege/hauptnetz.html
KEIN PLATZ FÜR SICHERES RADFAHREN


Vom 9. Bezirk kommend endet der Radweg gleich nach der Friedensbrücke. Nach einigen Metern in der Wallensteinstraße ist dann schon klar, dass diese Straße nicht für Radfahrer*innen gemacht wurde. Neben der Straßenbahn ist ein Streifen für die fahrenden Autos bestimmt und einer für die parkenden Autos. Die Radfahrer*innen die sich da irgendwie dazwischen durchkämpfen sind von ausparkenden Autos, sich öffnenden Türen und überholenden Autos bedroht. Weder im Kreuzungsbereich mit der Klosterneuburger Straße noch mit der Jägerstraße gibt es einen gesonderten Streifen für die Radfahrer*innen. Sie müssen sich entweder irgendwie nach vorne kämpfen, oder hinten bleiben und die Abgase schlucken.

ZUM SCHULWEG GEHÖRT AUCH DAS FAHRRAD


Dass diese Strecken nur besonders unerschrockene Menschen mit dem Fahrrad zurücklegen und sie Eltern mit Kindern, ältere Menschen, Menschen mit weniger Fahrerfahrung oder Beeinträchtigungen meiden, erklärt sich von selbst.

Hier wird seit vielen Jahren in der Brigittenau Verkehrspolitik für Autos gemacht. Nicht zuletzt Corona hat gezeigt, dass in Straßen in denen es keine sichere Radinfrastruktur gibt, vor allem die Autos mehr werden.

Das muss sich ändern, denn erst wenn Radwege gefahrlos verwendbar sind, werden sie genutzt. Das bringt nicht nur bessere Luft und mehr Ruhe in den Bezirk, sondern belebt auch die Einkaufsstraßen,