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am 30. August

Es ist ernst! Hitze in der Brigittenau

Beate Hemmelmayr - Die Brigittenau ist eine Hitzeinsel, denken sich viele in diesen Tagen. Und das zeigen auch die Messungen der Wiener Hitzekarte.

Im Juni 2019 wurden in Wien die höchsten Temperaturen in der Messgeschichte aufgezeichnet. Ein Mortalitätsmonitoring der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) zeigt auf, dass 2018 über 700 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben sind. Im Moment betrifft es hauptsächlich ältere und geschwächte Menschen. Aber schon bald wird es unser Leben noch mehr beeinträchtigen und wir müssen uns dringend überlegen wie wir damit umgehen.

Ein wichtiger langfristiger Lösungsansatz ist durch Ressourcenschonung den Klimawandel möglichst aufzuhalten.

Wir müssen außerdem noch kurzfristige Strategien entwickeln mit der Hitze besser umzugehen.


EIGENTLICH IST ES GANZ EINFACH: MEHR GRÜN, MEHR WASSER.

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Vizebürgermeisterin und Klimaschutzstadträtin Birgit Hebein hat eine Initiative gestartet und das Konzept der „Coolen Straßen“ vorgestellt. In besonders stark betroffenen Gebieten werden einzelne Straßen gesperrt. Rollrasen wird ausgelegt und Sprühduschen platziert. Die Menschen können es sich auf Hollywood-Schaukeln bequem machen und sich an extra aufgestellten Pflanzen freuen. Was vorerst ein vierwöchiges Pilotprojekt ist, kann hoffentlich bald ausgeweitet werden.

Natürlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber jede Erleichterung muss ausprobiert werden.

Die Hitzekarte der Stadt Wien zeigt auch in der Brigittenau, vor allem im Gebiet um den Wallensteinplatz eine große Hitzebelastung. Und auch bei uns ist das Bedürfnis nach kühlen Plätzen groß. Wir setzen uns dafür ein, dass im nächsten Jahr auch hier „Coole Straßen“ getestet und Bäume gepflanzt werden. 

Das bedeutet, dringend neue Prioritäten in der Bezirksentwicklung setzen, und es führt kein Weg daran vorbei. Denn der öffentliche Raum ist für alle Menschen da und der gehört bekanntlich uns allen.