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am 15. Februar

Die S-Bahn entwickelt sich weiter

Peter Grusch - 2017 geht endlich etwas weiter beim S-Bahn Ausbau. Auch die S-Bahnen durch die Brigittenau hätten noch mehr Potenzial. Von Anfang an hatten die Grünen Brigittenau die Vision einer Donauuferbahn bis zum Hauptbahnhof.




​​​Link zur AK Studie "Die S-Bahn kann mehr"

​​S-Bahn ab 2017 im Supertakt

​​Der Stadtentwicklungsplan STEP 2025

Als die Grünen am 20.1.1988 in der Bezirksversammlung die Revitalisierung der „Donauufer-Bahn“ (S45) und deren Einbindung in das Schnellbahnnetz forderten, wurden sie für verrückt erklärt. 1991 war die Forderung ein Teil des grünen Wahlprogramms.

"AM HANDELSKAI WOHNT JA FAST NIEMAND"

​​1992 war es endlich so weit, zuerst als Versuch im Halbstunden-Takt. 1993 wurde der Takt auf 15 Minuten verkürzt. Da wir nie zufrieden sind, verlangten wir eine Verlängerung bis zum Wiener Hafen. Ein Vertreter der ÖBB lehnte dies mit der zynischen Bemerkung „am Handelskai wohnt ja fast niemand“ ab.


Station trotz AUSLASTUNG aufgelassen

​​Die S45 wurde später bis zur U6-Station Handelskai verlängert, aber gleichzeitig die Station Floridsdorfer Brücke, entgegen einem einstimmigen Beschluss der Bezirksvertretung, geschlossen. Unser Vorschlag die Station Richtung Aignerstrasse zu verlegen wurde von den ÖBB abgelehnt, obwohl bei der alten Station laut Zählung am 3.10.1995 von mehr als 2.300 Menschen ein- und ausstiegen waren.

Im Wahlprogramm 1996 forderten die Grünen bereits eine Verlängerung der S45 zumindest bis zur Reichsbrücke und in Folge bis zur S80 bzw. zum jetzigen Hauptbahnhof. Die Verlängerung zur S80 findet sich auch im Wahlprogramm 2001.

NUR Ein Bruchteil der Baukosten für U-Bahnen

Die Baukosten sind relativ gering: Laut AK-Wien kostet ein Kilometer ca. € 35 Millionen, während 1 Kilometer U-Bahn durchschnittlich € 170 Millionen kostet. Bei Investitionen in die Infrastruktur übernimmt der Bund 80%, das Land 20% der Kosten.

Die AK-Wien hat für die Nutzung des derzeit brachliegenden S-Bahn-Infrastruktur-Potenzials Investitionen von € 1,4 Milliarden berechnet. Dabei würden in 3 Ausbaustufen 34,6 km Schiene und 15 neue Stationen errichtet werden. Das würde allein durch die Bautätigkeiten über 10 Jahre rd. 3.500 Arbeitsplätze pro Jahr schaffen.

Auf Wien würden allerdings die Kosten für zusätzliche S-Bahnzüge zukommen.

AK-VERKEHRSSTUDIE BELEGT DEN BEDARF

Sowohl im STEP 2025 als auch in der AK-Wien Studie 2016 „S-Bahn in Wien“ wird u.a. der Ausbau der S45 entlang der Donau verlangt.

In der Studie der AK-Wien werden für die S45 2 weitere Ausbaustufen verlangt. Verlängerung in südlicher Richtung von Penzing über die Verbindungsbahn nach Oberlaa und in östlicher Richtung über die Donauuferbahn und Ostbahn zum Hauptbahnhof.

Es ist schön: Die verrückte Idee des Jahres 1988 wird im Jahr 2016 ernsthaft diskutiert.