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am 29. Oktober 2019

Antrag: Radsituation Wallensteinstraße

Michael Kudrna - Auf der wichtigsten Verbindung in den neunten Bezirk ist das Radfahren noch immer unzumutbar.

Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 17.06.2020 folgenden

ANTRAG: Erhöhung der Verkehrssicherheit und Maßnahme zur Konfliktvermeidung durch Anbringung eines verschwenkten Radstreifens ("gleitende Spurführung“) vor Wallensteinstraße 2

Die zuständigen Stellen des Magistrats der Stadt Wien mögen durch Anbringung von Bodenmarkierungen für Radfahrende die Verkehrsicherheit im Bereich Wallensteinstraße 2, bei der Abfahrt von der Friedensbrücke Richtung Wallensteinstraße erhöhen, wie es bereits in einem Antrag vom 19.11.2014 von der Bezirksvertretung beschlossen worden war.

Begründung:

Im Antrag an die Bezirksvertretung der Brigittenau vom 19.11.2014 wurde beschlossen, die Situation für den Radverkehr bei der Abfahrt von der Friedensbrücke Richtung Wallensteinstraße zu untersuchen und eine Verbesserung anzustreben. Eines der Hindernisse war damals eine Parkmöglichkeit außerhalb der Früh-und Abendspitze, beginnend von der Ecke (Wettbüro). Wegen parkender Fahrzeuge in der übrigen Zeit mussten die RadfahrerInnen einen raschen Spurwechsel noch auf der Hauptfahrbahn der Lände einleiten und wurde dort zwischen den Fahrzeugen, die neben der Straßenbahn fahren können, in die Enge getrieben.

Mittlerweile wurde die temporäre Parkspur aufgelöst, vor Wallensteinstraße 2 gilt ein dauerndes Parkverbot in der Länge von etwa 3 PKW- Plätzen. Daher besteht jetzt die Möglichkeit, eine verschwenkte Radspur aufzubringen, so dass der Radverkehr sich eindeutiger neben den im Verlauf parkenden Autos einordnen kann.

Die Möglichkeit eines verschwenkten Radstreifens wurde nach einem Beschluss der Bezirksvertretung vom 19.11.2014 in der Verkehrskommission weiters untersucht. Es wurde eine Verkehrszählung durchgeführt. Wie aus dieser Verkehrszählung des Ziviltechnikbüros Arealconsult vom 18. Oktober 2016 hervorgeht, fuhren allein in der Morgenspitze (6:00 bis 9:00) 105 Fahrräder über die Friedensbrücke, davon fast die Hälfte Richtung Brigittenau. Da der Radverkehr in Wien sich insgesamt erhöht hat, ist davon auszugehen, dass sich diese Werte in den knapp 4 Jahren erhöht haben. Dies kann auch täglich beobachtet werden. Durch die kostengünstige Maßnahme der Aufbringung eines farbigen Radstreifens sollte die Sicherheit für den Radverkehr verbessert werden und für den MIV klare Verhältnisse angezeigt werden. Ähnliche Radstreifen-Verschwenkungen kann man kurz vor der Friedenbrücke im Bereich Alserbachstraße/Rögergasse sehen, wo es noch nie einen Unfall gegeben hat. Auch im Verlauf der Landesgerichtsstraße/Liebiggasse, immerhin eine 3-spurige Hochleistungsstraße/Fahrbahnhälfte, funktioniert die Verschwenkung gut.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.