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am 28. Juni

Antrag: Potenzialanalyse Fassadenbegrünung

Petra Saßmann - Wo kein Platz für eine Allee ist, kann Fassadenbegrünung einen wichtigen Beitrag zu einem guten Stadtklima liefern.

Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die
Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 15.11.2017 folgenden

ANTRAG


Potentialanalyse Fassadenbegrünung


Die zuständigen Stellen des Magistrats der Stadt Wien werden ersucht, zu prüfen welche öffentlichen Gebäude der Stadt Wien in der Brigittenau zur Fassadenbegrünung in Betracht kommen und die diesbezüglich notwendigen Schritte zu veranlassen. Dies mit dem Ziel, dass im Jahr 2018 zumindest eine Fassadenbegrünung eines solchen Gebäudes in der Brigittenau
begonnen wird.


Begründung


Fassadenbegrünungen sind wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von StadtbewohnerInnen, sowie des Stadtklimas(1) und sie leisten auch in Bezug auf die Stadtökologie(2) einen wichtigen Beitrag. Vor allem in besonders dicht verbauten Gebieten und in mit Grünraum unterversorgten Stadtgebieten sind sie eminent wichtig, weil es dort vielfach keine anderen Möglichkeiten gibt neuen Grünraum zu schaffen. In Bezug auf den Klimawandel sind sie eine wichtige Maßnahme um die für die StadtbewohnerInnen belastenden Auswirkungen des Klimawandels (Hitzetage, Tropennächte) zumindest etwas zu reduzieren. Positive Effekte lassen sich u.a. folgendermaßen aufzählen:

  •  Verbesserung des Mikroklimas, Milderung von Hitzeinseln
  •  Verringerung von Lärmbelastungen
  •  Bieten Lebensraum für Tiere – Beitrag zur Stadtökologie

Der Feinstaub wird von begrünten Fassaden ebenfalls gut gebunden und belastet somit nicht die Atemwege. Wien fördert daher neben den Dach- und Innenhofbegrünungen auch die Errichtung von begrünten Fassaden. Mit eigenen Pilotprojekten an öffentlichen Gebäuden wie z. B. bei der Zentrale der MA 48 geht die Gemeinde Wien mit gutem Beispiel voran. Das Blütenmeer an der Fassade am Gürtel ist auch optisch eine große Bereicherung für den Gürtel.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen


(1) Überall dort, wo es dichte Bebauung gibt, heizen sich Städte im Zuge von Hitzewellen besonders stark auf - man) spricht vom Urban Heat Islands-Effekt. Begrünte Fassaden sind in diesem Zusammenhang ein wichtiger Beitrag zu Anpassung an den Klimawandel, denn Fassadenbegrünungen können das Kleinklima aufgrund der beschattenden Wirkung und Verdunstung positiv beeinflussen.

(2) Fassadenbegrünungen bringen aus ökologischer Sicht große Vorteile: Sie wirken kühlend auf die Innenräume, aber auch auf das Mikroklima im Umfeld des Gebäudes. In der Regel sind Fassadenbegrünungen unkompliziert durchzuführen.​