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am 20. September

Wärmestuben in der Brigittenau

Andreas Gruber - Andreas Gruber setzt sich dafür ein, dass die Brigittenau sich ihrer Armen annimmt und stößt damit auf offene Ohren.

In der Brigittenau gibt es sie, die Heldinnen und Helden des Alltags. Das Restaurant „Dresdnerhof“ und die Pfarre Allerheiligen schenkten im Winter 2017 kostenlos warmes Essen an bedürftige Personen aus und gewährten zeitweilig Unterschlupf. Die Ärztin ums Eck behandelt unentgeltlich PatientInnen ohne Versicherungsschutz. Die Nachbarin gibt kostenlos Nachhilfeunterricht an Flüchtlinge.

Wir können diesen Menschen nicht genug danken. Sie leisten nicht nur etwas für die betroffenen Menschen, sie sorgen für ein lebenswertes Miteinander. Für die Gewissheit, jemanden zu haben, der im Notfall einfach da ist.

ARMUT GEHT UNS ALLE AN


Dennoch dürfen das Wohlergehen der BürgerInnen und Bürger sowie  soziale Mindeststandards nicht vom Engagement und der Initiative von Einzelpersonen oder privaten Initiativen abhängig sein. Zu groß wäre die Gefahr, dass der Staat beginnt, sich auf das kostenlose Engagement der Ehrenamtlichen zu verlassen und deshalb Sozialleistungen zurückzufahren.

Das Leistungsangebot der öffentlichen Hand auch im Bezirk zu erweitern, um eine ausreichende Versorgung  für all jene, die Unterstützung brauchen, nachhaltig zu garantieren, ist eine enorm wichtige Aufgabe.

In der Bezirksvertretung stellten daher wir Grüne den Antrag, die Errichtung einer Wärmestube in der Brigittenau zu prüfen. Obdachlosen und Bedürftigen soll in den Wintermonaten Dezember, Jänner und Februar in einer Tageseinrichtung warmes Essen und Schutz vor Nässe und Kälte geboten werden.

Unser Antrag wurde zuerst in der Sozialkommission behandelt und dann gegen die Stimmen von ÖVP und FPÖ angenommen, an der Umsetzung wird gearbeitet.

Wir arbeiten an einem Miteinander im Bezirk – nicht dagegen.

Das ist Grün.

>> Wer, zum Beispiel als möglichst mehrjährige Zwischennutzung, geeignete Räumlichkeiten dem FSW zur Verfügung stellen könnte, kann sich an uns oder an den Bezirksvorsteher wenden <3