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am 24. Juni

Fairteiler in der Boulderbar: Lebensmittel verschenken statt wegwerfen

Petra Saßmann - Wir haben gemeinsam mit Walter Albrecht von foodsharing und Dieter Steinhardt von der boulderbar einen Fairteiler in der Boulderbar aufgestellt!

vlnr. Christoph Detschmann, Mag. Dieter Steinhardt Geschäftsleitung und Mitarbeiter der boulderbar GmbH, Petra Saßmann, Klubvorsitzende der Grünen, Walter Albrecht von Foodsharing, Julie Küster Mitarbeiterin der boulderbar

So kann Lebensmittelverschwendung entgegen gewirkt werden. Schon länger hat sich das Team der boulderbar bereit erklärt, einen Fairteiler Kühlschrank aufzustellen. Es musste nur noch ein Kühlschrank mit Glasfront gefunden werden. foodsharing.at übernimmt Betreuung und Bestückung.

Die Nähe zum Hannovermarkt ist natürlich sensationell, denn dann könnten auch Kooperationen mit Standlern entstehen, die unverkäufliche Ware einfach spenden könnten. Wir wollen mit einem Fairteiler ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen bzw. die Verschwendung auf der einen Seite und Hunger auf der anderen Seite thematisieren.


Was darf rein?

Mit Ausnahme vom Faschiertem und anderem rohen verarbeiteten Fleisch, werden in den Kühlschrank alle Lebensmittel aufgenommen. Bei Produkten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, liegt die Verantwortung beim Abnehmer. Wichtig ist nur, dass die Lebensmittel von Privatpersonen[1] stammen.


Warum Fairteilen?
  • Verschwendung eindämmen: In Österreich werden jährlich 157.000 Tonnen Lebensmittel in den Mistkübel geworfen. Das sind 19 Kilogramm pro Person. Die entsorgten Waren haben durchschnittlich einen Wert von 300 Euro pro Haushalt.[2]

  • Energie sparen: Lebensmittel werden äußerst rohstoffintensiv produziert, kilometerweit transportiert, gekühlt und zu qualitativ hochwertigen Speisen verarbeitet. Wenn sie weggeworfen werden, müssen sie energie- und kostenintensiv entsorgt werden.[3]

  • Teilen statt wegwerfen: es soll den Lebensmitteln ihr Wert wieder zurückgegeben werden. Es wird ein Thema berührt, dass viele beschäftigt und gleichzeitig eine Lösung und Handlungsoption für Menschen geschaffen, die beim Konsumwahn nicht mehr mitmachen wollen.

[1] Handel, Industrie und Landwirtschaft können frische Lebensmittel beispielsweise der Wiener Tafel schenken

[2] Quelle: Institut für Abfallwirtschaft, BOKU Wien, DI Felicitas Schneider et. al., “Sekundärstudie Lebensmittelabfälle in Österreich“, November 2012

[3] Quelle: https://www.wien.gv.at/umweltschutz/abfall/lebensmittel/fakten.html