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am 30. Oktober 2019

Re­so­lu­tions­an­trag: Kein Platz für Rassismus im Bezirksparlament

- Vorbild für das Zusammenleben im Bezirk.

Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 16.09.2020 folgenden

Resolutionsantrag gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus


Die Bezirksvertretung Brigittenau spricht sich für die Einhaltung der Menschenrechte aus und verurteilt jede Art von  Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Begründung:
Mehr als 50.000 Menschen haben an der Demonstration „Black Lives Matter“ in Wien teilgenommen. Das zeigt die große Unterstützung der Wiener Bevölkerung für Menschen
anderer Hautfarbe. Gerade als Bezirk mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte wollen wir zeigen, dass für uns alle Menschen gleich viel zählen, egal welche Hautfarbe, Herkunft, Religion, Geschlecht oder Sexualität sie haben.
Alle, die wir hier in der Brigittenau wohnen und arbeiten, wollen gut miteinander leben, egal woher wir kommen, egal wie lange wir schon hier sind. Wir alle wollen einen freundlichen und respektvollen Umgang miteinander, egal was für Kleidung wir tragen oder welche Hautfarbe wir haben. Daher liegt es auch an der Politik, die Rahmenbedingungen für einen respektvollen und offenen Umgang miteinander zu schaffen. Sei es wie im erfolgreichen Projekt der Grätzlpolizistinnen und -polizisten, die sich im Bezirk für ein verstehendes und tolerantes Zusammenleben einsetzen oder sei es mit der Parkbetreuung, die eine Gemeinschaft fördert, die den freundlichen Umgang miteinander spielerisch lernt. Vorurteile wegzulassen, aufeinander zugehen, verstehen wollen, Gemeinsamkeiten finden und einen respektvollen Umgang zu pflegen sind Grundlage eines guten Miteinanders.
Die Politik und die Menschen in den Ämtern haben hier große Vorbildwirkung und sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Amtspersonen und Polizei stellen sich täglich Herausforderungen mit Sprachschwierigkeiten und unterschiedlichen Umgangsformen. Sie machen ihre Arbeit gut und besonnen.
Sorgen wir dafür, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in den Amtsräumen der Brigittenau weiterhin konstruktiv thematisiert und reflektiert werden können, um Lösungen
für einen respektvollen und solidarischen Umgang miteinander zu finden. Schauen wir nicht weg, sondern ganz genau hin. ​


Der Antrag wurde mit den Stimmen der Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS angenommen, gegen die Stimmen von Team HC und FPÖ.