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am 8. April

Augarten: Im Winter früher, im Sommer länger öffnen

Barbara Pickl - Nur zu gerne sperren sich die Bundesgärten gegen BesucherInnen. Nicht nur in Zeiten des Covid-19-Virus, auch bei Dämmerung, Wind und Schneefall bleiben die Tore geschlossen.

Lange Jahre musste der Aktionsradius und seine MitstreiterInnen dafür kämpfen, dass die Grünanlagen nicht tabu sind. Bei den Toiletten schaut es nach wie vor düster aus.

Was eigentlich öffentliche Ressource für die Bevölkerung sein sollte, wird behandelt wie Kapital der EntscheidungsträgerInnen. Oft mir dem Argument, dass die Anlage geschont werden solle. Mega-Events mit laxen Auflagen - wie das nunmehr jährliche Jungbauernfest - werden hingegen hofiert.

Diese Herangehensweise muss sich ändern. 
Beginnen wir damit, dass der Augarten wieder öffnet. Und zwar länger und früher:

Wenn die Tage länger werden, bleibt auch der Augarten immer länger geöffnet. Und eines der wichtigsten Naherholungsgebiete auf der Insel steht dann wieder zum Spazieren, Laufen, Spielen und Ausruhen zur Verfügung.

Aber so schön das Wetter auch sein mag, oder wie gemütlich das Picknick gerade ist, spätestens um 21:30 Uhr ist Schluss. Und wir fragen uns, wieso.

Das Ministerium sieht seine Aufgabe darin, die drei von ihm verwalteten Wiener Gärten, Belvedere, Schönbrunn und den Augarten, mit einem System ständig wechselnder Öffnungszeiten vor den BesucherInnen zu schützen.

Alle anderen Wiener Parks sind 24 Stunden täglich 365 Tage im Jahr geöffnet. Bei uns dagegen kommt es immer wieder vor, dass Menschen eingeschlossen werden, weil sie nicht rechtzeitig den Park verlassen. Die fitten unter ihnen klettern über die Mauer, andere haben Glück, wenn sie bei einem der Lokale hinausgelassen werden. Ansonsten bleibt nur noch ein Anruf bei der Polizei.

Kann es wirklich so schwierig sein, zum Beispiel Drehtüren einzubauen, die eingesperrten Besucher_innen wenigstens das gefahrlose Verlassen ermöglichen?

Im Winter wiederum gibt es das Problem, dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit, in die Schule den Park morgens umrunden müssen, weil da erst um 7:30 Uhr geöffnet wird. Bürger_inneninitiativen protestieren schon seit Jahren dagegen, die Grünen haben einen Antrag in der Bezirksvertretung eingebracht, und zuletzt haben die zwei Bezirksvorsteher der Bezirke Leopoldstadt und Brigittenau sogar angeboten die Schneeräumungskosten bei einem früheren Aufsperren zu übernehmen, aber die Bundesgärten-Verwaltung lässt nicht mit sich reden.

Schreib uns deine Vorschläge und deine Ideen für den Augarten.