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am 1. Oktober 2017

Antrag: Temporäre autofreie Zone vor Schulen

Barbara Pickl - Für Elterntaxi-Haltestellen in der Brigittenau.


Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 21.2.2018 folgenden

 

Antrag

Auf Überprüfung des Potenzials für temporäre autofreie Zonen vor Schulen in der Brigittenau

Die Bezirksvertretung ersucht die Magistratsabteilung für Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA46) in Zusammenarbeit mit den zuständigen Magistratsabteilungen die Schulstandorte der Brigittenau dahingehend zu untersuchen, ob eine temporäre autrofreie Zone möglich und sinnvoll ist.

 

Begründung:

In der Brigittenau erreichen laut Schulwegstudie der Stadt Wien mindestens die Hälfte der Schüler_innen die Schule zu Fuß.

Auch wenn viele der Schulen in Nebenstraßen liegen, erhöht sich das Verkehrsaufkommen oft stark durch die sogenannten „Elterntaxis“, Eltern, die ihre Kinder mit dem PKW zur Schule bringen (müssen). Dichterer Verkehr sowie Parken in zweiter Spur machen die Lage unübersichtlich und gefährlicher als notwendig.

In anderen österreichischen Städten und Gemeinden konnte eine derartige Situation durch temporär begrenzte Fahrverbote entschärft werden.

Das Konzept „Elterntaxi-Haltestelle“ bedeutet, dass Eltern ihre Kinder in sinnvollem Abstand zum Schulstandort aussteigen lassen, der Weg von dort zur Schule und der Raum unmittelbar vor der Schule wird zu dieser Zeit nicht befahren. Das Modell ist langjährig erprobt und hat folgende Vorteile:

  • Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen (müssen), gefährden dadurch nicht mehr andere Kinder.
  • Die Kinder werden animiert, einen Teil des Schulweges mit den Klassenkamerad_innen zu Fuß zu gehen und ein gemeinsames Schulweg-Erlebnis zu haben.
  • Die Kinder üben das zu Fuß gehen.
  • Der Anteil der selbstständig in die Schule kommenden Kinder erhöht sich.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen und in die Verkehrskommission verwiesen, wo er behandelt wird.​