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am 26. November 2021

Antrag: Dresdnerstraße/Höchstädtplatz – Jetzt ist Zeit, an morgen zu denken!

Barbara Pickl - 2022 soll das Riesen Bauvorhaben „Brigitte Now“ fertig werden. Es entstehen 217 Wohnungen, Büros und 100 Parkgaragenplätze. Längst Zeit, sich zu überlegen, wie es mit dem Grätzl danach weitergehen soll.

2022 soll das Riesen Bauvorhaben „Brigitte Now“ fertig werden. Es entstehen 217 Wohnungen, Büros und 100 Parkgaragenplätze. Längst Zeit, sich zu überlegen, wie es mit dem Grätzl danach weitergehen soll.

Denn während der Bauträger ankündigt, ein funktionales Grätzl“ entstehen zu lassen, kommt vom Bezirk bisher nur eine einzige Sorge: Die Parkplätze. Das macht uns hellhörig: Wird da wieder eine Chance auf Verbesserung der Lebensqualität übersehen?

Wir haben also einen Antrag gestellt, um das Gebiet auf den Radar der Stadtplanung zu bringen.

Schleichweg verhindern

Es gibt nämlich einige Knackpunkte: Zum einen boten sich Meldemannstraße und Schottenaugasse immer schon als Schleichweg an. Sei es, um die geregelte Kreuzung am Höchstädtplatz zu umfahren, sei es als Ausflugsstrecke für die Kund*innen der BP Tankstelle Drednerstraße. Eine überlegte Einbahnregelung könnte das auch verhindern, wenn die Baustelle von „Brigitte Now“ abgeschlossen und die Straßen wieder hergestellt sind.

Parkplatz-Suchverkehr ist auch Verkehr

Es ist wie bei den Eierschwammerln: Wo ein Parkplatz vermutet wird, wird auch danach gesucht. Je schwieriger das Kurven um den Häuserblock ist, desto unattraktiver ist die Parkplatzsuche für Nicht Anrainer*innen und desto mehr Ruhe kann im Grätzl einkehren.

Chance auf Grün nützen

​Bisher sieht man nur ein einziges Bäumchen in der Meldemannstraße. Inakzeptabel in einer Stadt, die sich angeblich dem Klimaschutz verschrieben hat.

Begrünung muss Vorrang haben, egal ob Fassade, Baum oder Strauch, jedes Zweiglein hilft, die Stadt zu kühlen und den Wasserhaushalt zu verbessern.

Bushaltestelle Dresdnerstraße – einsam und unzugänglich

Bisher nicht sehr freundlich präsentiert sich die Bushaltestelle in der Dresdnerstraße. Auch der Vorschlag der Bier-Partei, die Haltestelle besser zu beleuchten, macht die Misere nur noch deutlicher sichtbar. Da geht doch mehr, die Stadt hat viele schöne Best Practice Beispiele für gut gestaltete Busstationen, gerade an einer viel befahrenen Straße wäre ein ansprechendes Wartehäuscheneine Entlastung für die Öffi-Fahrer*innen.

Es gibt also sehr viele Ideen, was das Grätzl braucht. Der Bezirksvorsteher sieht vorerst nur den sogenannten Stellplatzdruck, wie der der Bezirkszeitung mitteilte (Er meint wahrscheinlich nicht den Mangel an Radständern?)

Kann es sein, dass bisher die PKW-Parkplätze nicht ausgereicht haben in einer Straße, die beidseitig dicht beparkt auf 200 Metern ca 150 Parkplätze bietet, in einem Grätzl, das direkt zwei Parkgaragen und zwei weitere fußläufig in 5 Minuten erreichbar hat?

Jede freie Fläche ist schon Parkplatz. Das Problem ließe sich also im Sinne der Parkplatzsucher*innen nur lösen, indem zukünftig übereinander geparkt wird. Sofern das nicht vorgesehen ist, ist der Bezirk gut beraten, eine bessere Durchmischung der Anrainer*innen anzustreben und das Grätzl auch für Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und Öffi-Nutzer*innen attraktiv zu machen.

Unser Antrag wird Anfang nächsten Jahres in der
Bezirksentwicklungskommission behandelt.​​