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am 24. Mai

Antrag: Biodiversitätsflächen im öffentlichen Raum

Hannes Horn - Biodiversität in der Stadt ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 20.09.2017 folgenden

 

ANTRAG

Etablierung von Biodiversitätsflächen im öffentlichen Raum

Die zuständigen Stellen der Stadt Wien (MA42) mögen überprüfen, wo und in welchem Umfang die Möglichkeit besteht, Grünanlagen in Biodiversitätsflächen umzuwandeln.

Begründung

Biodiversität muss auch in einer Metropole wie Wien ein wichtiges Thema bleiben. Stadtökologie soll mehr als nur hübsch sein und darf sich dabei nicht nur auf die Zufriedenheit der NutzerInnen beschränken sondern muss auch aktiv einen Beitrag zum Erhalt - und im Idealfall zur Erhöhung- der Biodiversität beitragen.

Viele Grünflächen sind ökologische Wüsten. Sie sind versalzt, verdichtet und überdüngt. Sie werden zu häufig gemäht und verdorren als Folge in den Sommermonaten. Sowohl der ökologische Nutzen als auch der Kühlungseffekt, den diese Flächen in begrünter Form mit sich bringen, gehen dadurch völlig verloren.

Und genau bei diesem Problem setzt dieser Antrag an. Durch eine natürliche - für die Region typische Saatenmischung - schaffen wir eine Erhöhung des Blühbestandes. Dies wirkt sich positiv auf die Bestäubergilden (Bienen, Hummeln, Schmetterlinge) und erhöht somit die Biodiversität. Der dichtere und höhere Bewuchs der Flächen schützt diese auch vor Erosion und Austrocknung und dadurch bleibt der Kühlungseffekt erhalten.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass sich der Bezirk aktiv Geld spart. Durch eine Reduktion der Mähintensität auf drei bis vier Schnitte pro Jahr auf diesen ausgewiesenen Flächen. Als Vorbild können das „Jonas Reindl“ im Kleinen oder die „Stadtwildnis“ am Gaudenzdorfer Gürtel im Großen genommen werden.