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am 1. Dezember 2016

Antrag: Ausweitung der Schutzzonen

- Immer mehr Zinshäuser müssen dem großen Investitionsdruck in der Immobilienbranche weichen. Daraus folgt: Jahrelange Leerstände, Zersörung des Stadtbildes, Druck auf Mieter_innen. Die Bezirksvertretung hat sich einstimmig für die Erweiterung der Schutzzonen in der Brigittenau ausgesprochen. Vorerst in der Webergasse.

Immer mehr Zinshäuser müssen dem großen Investitionsdruck in der Immobilienbranche weichen. Daraus folgt: Jahrelange Leerstände, Zersörung des Stadtbildes, Druck auf Mieter_innen.
Die Bezirksvertretung Brigittenau hat sich einstimmig für die Erweiterung der Schutzzonen in der Brigittenau ausgesprochen. Vorerst in der Webergasse (siehe dieser Antrag) .



​​​Der Klub der Grünen Alternative Brigittenau stellt gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 17.5.2017 folgenden

Antrag

betreffend Erweiterung der Schutzzonen gem §7 Wiener Bauordnung

Die zuständige Stadträtin für Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und Bürger_innenbeteiligung, Maria Vassilakou und die zuständige Magistratsstelle mögen überprüfen, ob in dem Gebiet Webergasse 9-13 / Treustraße 30 / Denisgasse 3-8 sowie in dem angrenzenden Gebiet eine Schutzzone errichtet werden kann und gegebenenfalls einen entsprechenden Entwurf für die Beschlussfassung im Gemeinderat ausarbeiten.

Begründung

Die Brigittenau hat noch wenige intakte Gründerzeitgebiete. Diese tragen dazu bei, dass die Brigittenau als städtisch und typisch wienerisch wahrgenommen wird.

Das oben genannte Ensemble ist durch seine auffallende, im Original erhaltene Rustika-Fassade, die fast um den ganzen Häuserblock erstreckt, ein besonders schönes Beispiel für ein historisches Ensemble, wie sie durch die Wiener Schutzzonen erhalten werden sollten.

Die Erhaltung der Gebäudegruppe ist besonders in einem vitalen Stadtteil wichtig und keineswegs nur von musealer Bedeutung: Sie schont die Ressourcen, bewahrt Bausubstanz, die noch viele Jahre Bestand haben wird und bewahrt leistbaren Wohnraum. 

Aktuell ist ein Gebäude des Ensembles (Webergasse 13) besonders starkem immobilienwirtschaftlichem Druck ausgesetzt und vom Abriss bedroht. Deshalb ist schnelles Handeln notwendig.