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am 18. Mai 2016

Antrag: Initiative „RECHT AUF RECHT“ - Sozialstadt Wien auch in der Brigittenau

Klub der Grünen Brigittenau - Brigittenau in der ersten Umsetzungsphase

Der Klub der Grünen Brigittenau und der Klub der SPÖ Brigittenau stellen gemäß § 24 Abs. 1 der Geschäftsordnung für die Bezirksvertretung in der Bezirksvertretungssitzung am 18.05.2016 folgenden

ANTRAG

Initiative „RECHT AUF RECHT“ - Sozialstadt Wien auch in der Brigittenau

Die Bezirksvertretung Brigittenau ersucht die amtsführende Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen, Mag.a Sonja Wehsely, im Rahmen der Einrichtung der neuen Beratungs- und Informationsinitiative „Recht auf Recht“- Sozialstadt Wien, bereits in der ersten Umsetzungsphase die Brigittenau zu berücksichtigen und eine entsprechende Beratungs- und Informationsstelle einzurichten.

Begründung

Wien hat ein großes soziales Netzwerk. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, sich darin zurechtzufinden. Regelungen und Strukturen sind oft undurch- und unüberschaubar. Dazu kommt, dass sich viele Menschen zurückziehen, wenn der existenzielle Druck steigt – aus Angst, aus Scham, aus Unsicherheit. Das führt dazu, dass sie oft nur unzureichend darüber informiert sind, welche sozialen Ansprüche und Leistungen es gibt.

Um besonders Jugendliche und Kinder und deren Familien zu unterstützen, die richtigen Anlaufstellen Anlaufstellen (Magistratsdienststellen, AMS, Sozialversicherung, Gerichte) zu erkennen, plant die Stadt Wien mit „Recht auf Recht“ verstärkt Information, Beratung und auch Begleitung für jene Menschen, die Hilfe und Unterstützung im Sozialsystem benötigen.

„Recht auf Recht“ ist eine Informations- und Beratungseinrichtung mit dezentralen Zugangspunkten, die den informations- und beratungsuchenden Menschen in prekären Lebenslagen verpflichtet ist. Ziel ist es, Menschen in schwierigen Lebenslagen einen Weg zu ihrem Recht zu zeigen und sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Bedarfsfall zu begleiten.

Die neue Initiative „Recht auf Recht“ bündelt Informationen, um sie den betroffenen BürgerInnen verständlich zur Verfügung zu stellen. In dieser Hinsicht ist sie eine Anlaufstelle, bestehend aus Expert_innen, die themenübergreifende Unterstützung anbietet (Soziales, Wohnen, Gesundheit, Sachwalterschaft, Recht), vermittelt und unterstützend begleitet.

Wenn der existenzielle Druck steigt, ziehen sich viele Menschen zurück – aus Angst, aus Scham, aus Unsicherheit – und übersehen dabei mitunter, dass es soziale Leistungen gibt, auf die sie Anspruch haben und die ihnen helfen können, ihre schwierige Lebenssituation zu bewältigen. Mit der neuen Einrichtung „Recht auf Recht“ wird umfassende Beratung und Hilfeleistung im Umgang mit den Behörden geboten – und zwar niederschwellig, mehrsprachig, interdisziplinär sowie örtlich und zeitlich flexibel.

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.