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am 23. April

Wir öffnen den Friedrich-Engels-Platz wieder für den Radverkehr

Barbara Pickl - Gehört bald der Vergangenheit an: Das Fahrverbot in der Unterführung.

Noch in diesem Sommer wird die Grünanlage am Friedrich Engels Platz verschönert UND: ​das Radfahrverbot in der Unterführung aufgehoben.

Durch ein gutes Leitsystem und Geschwindigkeit reduzierende Maßnahmen wird es möglich, dass die beiden Rampen von Fußgänger_innen und Radfahrer_innen gemeinsam genützt werden.

An anderen Orten, wie zum Beispiel am viel befahrenen Praterstern, hat sich dieses System jahrzehntelang bewährt. In der Brigittenau hat es länger gedauert, bis man über seinen Schatten gesprungen ist.

ADALBERT STIFTER STRASSE ALS VERKEHRSHINDERNIS

​Die Adalbert Stifter Straße hat ansonsten kaum attraktive Querungsmöglichkeiten für Fußgänger_innen und Radfahrer_innen. Sie zieht sich stark befahren durch die ganze Brigittenau und versprüht den Charme des 60er Jahre Verkehrskonzepts. Was damals innovativ war - breite Durchzugsstraßen, möglichst wenig Hindernisse für den Auto-Verkehrsfluss – lässt sich ohne teure bauliche Maßnahmen schwer an moderne Konzepte anpassen. 

Wir haben viel diskutiert, vor Ort und in der Bezirksvertretung. Auch die SPÖ-Radfreunde unterstützten das Konzept. So konnte diese unaufwändige, pragmatische Lösung gefunden werden.


DIE NÖRDLICHE BRIGITTENAU WIRD MEHR AN DAS RADWEGENETZ ANGEBUNDEN.

Während der Freizeit-Radverkehr eher am Donauradweg oder Richtung Floridsdorfer Brücke unterwegs ist, wird die Öffnung der Unterführung hauptsächlich den Anrainer_innen bei ihren täglichen Wegen zugute kommen.


GRUNDSÄTZLICHE ENTSCHEIDUNGEN FÜR DEN RADVERKEHR NOTWENDIG

Darüber hinaus werden Radfahrer_innen noch viel zu oft als unnötiges Ärgernis gesehen und dementsprechend an den Rand verbannt. Um Radfahren attraktiv zu machen, sollten Radwege ausreichend Platz bekommen und sicher sein, sodass auch Familien und Freizeitfahrer_innen sich wohl fühlen.

Wenn ein Radweg schon nicht vom Autoverkehr zu trennen ist, dann müssen Markierungen für die Radler_innen gut sichtbar und verständlich sein. Sie müssen so angelegt werden, dass der Radverkehr als gleichberechtigter Verkehr wahrgenommen wird. 

Oft enden Radwege plötzlich, haben Nachrang gegenüber der Straße oder werden in der gefährlichen Dooring-Zone an parkenden Autos vorbei geführt. Das ist für ungeübte Radfahrer_innen unzumutbar und erzeugt bei den Verkehrsteilnehmer_innen den Eindruck, dass Räder bestenfalls geduldet werden.

Wir setzen uns weiter ein: Für attraktive Radwege und Fußwege, für Radaufstellflächen, für einen angemessenen Anteil sanfter Mobilität am Verkehr überhaupt.