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am 31. August

Wenn 60 Fußballfelder zur Stadt werden

Beate Hemmelmayr - Das Nord-West-Bahnhof-Gelände ist eines der größten Stadtentwicklungsgebiete und es liegt mitten im 20. Bezirk.

Schon seit Jahren wird der Start der „Entwicklung“ des Areals immer wieder verschoben. Bereits 2008 wurde ein städtebauliches Leitbild entwickelt, das von einem Bürger*innen-Beteiligungsprozess begleitet wurde. 2016 wurde dieses Leitbild den Bewohner*innen direkt am Gelände präsentiert und es gab die Möglichkeiten noch Anregungen und Ergänzungen einzubringen. Diese wurden dann, soweit technisch möglich und sinnvoll, von Expert*innen eingearbeitet.

Das Ergebnis dieser ganzen Vorarbeiten war ein Leitbild für eine wunderbare „Stadt in der Stadt“, die sich wunderbar in die Umgebung einfügt und deren „Grüne Mitte“ allen Brigittenauer*innen neuen Grünraum bietet.

Lange Zeit war unklar wie es weiter geht. Daher waren wir gespannt auf die Pressekonferenz am 18. August 2020.

Bürgermeister Ludwig, Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein und ÖBB Vorständin Silvia Angelo, haben von ihrer Vereinbarung gesprochen, die endlich eine Umsetzung des Projektes möglich macht.

Ab September 2020 soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden. Eine solche Prüfung soll alle möglichen Gefährdungen auf die Umwelt prüfen und auch aufzeigen, welche Maßnahmen getroffen werden können, um diese möglichst zu vermeiden. Ab diesem Zeitpunkt soll auch eine Bürger*inneninformation am Geländer eingerichtet werden.

Wir gehen davon aus, dass diese Prüfung ca. ein Jahr dauern wird. Danach werden auf dem Areal, das so groß wie 60 Fußballfelder ist, 6.500 Wohnungen und ganz viel Infrastruktur entstehen.

Bis zur Fertigstellung des ganzen Gebietes wird es noch einige Zeit dauern, aber schon jetzt lässt sich sagen, dass es viele tolle Ideen gibt, das Grätzl aufzuwerten. Der Bezirk wird zusammenwachsen, denn bis jetzt war das Gelände eine 1,5 km lange Barriere, die man nur an wenigen Stellen queren konnte. 

Rund um die „Grüne Mitte“ entstehen 6.500 Wohnungen, wovon ein Drittel davon Gemeindewohnungen sein werden.  16.000 Menschen werden in die Brigittenau ziehen. 

Besonders spannend ist die „High Line“, einem Fuß- und Radweg, der die ehemalige Bahntrasse nutzen und den Augarten mit der Donau verbinden wird. Auch dieser Weg bietet Radfahrer*innen eine neue und schnelle Verbindung an.