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am 24. September

Optimierung statt nur Sanierung

Hannes Horn - Die (Sitz-)Gelegenheiten nützen, wenn sie sich ergeben.

Sie haben es bestimmt schon in der Bezirkszeitung gelesen. Der über die Grenzen des Bezirks bekannte und beliebte Hannovermarkt muss saniert werden. Die Gebäudestruktur braucht Stützung und die Kollektorgänge brauchen Erneuerung. Maßnahmen, die gesetzt werden müssen um die Basisinfrastruktur des Marktes am Leben zu halten.

Doch wir – Die Grüne Alternative Brigittenau – haben uns zum Ziel gesetzt nicht nur zu sanieren und zu erhalten. Wir wollen bei nötigen Baumaßnahmen das das Beste und nicht nur das Nötigste schaffen. Wenn schon Baustelle dann soll sich danach auch was merklich verändert haben. Aus diesem Grund saßen wir im Mai zusammen und haben unsere Köpfe rauchen lassen. Die rauchenden Köpfe kamen zum einen vom Denken und zum anderen hatten wir bereits die fünfte Tropennacht in diesem Jahr war. Und das im Mai! Die Fragestellung hat sich durch die Miteinbeziehung der Hitze etwas geändert. Wie können wir das alltägliche Leben der BrigittenauerInnen bei der Hitze etwas verbessern. Und so stellten wir den Antrag auf die Schaffung eines Trinkbrunnens und von Sitzgelegenheiten am Eingang des Hannovermarktes hin zur Othmargasse. Eine schattige Verschnaufpause nach dem erledigten Einkauf. Und das ohne Konsumzwang.

Es ist uns klar, dass wir damit leider den anthropogenen Klimawandel nicht aufhalten werden oder dass sich die Tropennächte dadurch reduzieren werden. Es waren in Wien heuer übrigens 41 Tropennächte. Das ist ein neuer Rekord. Wir müssen uns allerdings darauf einstellen, dass diese Phrase „neuer Hitzerekord“ in den nächsten Jahren mehr die Regel als die Ausnahme wird. Aber leider sind für diese großen globalen Brocken andere zuständig. Unsere Aufgabe als BezirkspolitikerInnen ist es diese Themen – diese regionalen oder gar globalen Problemstellungen –auf den Bezirk nieder zu brechen. Ich denke das schaffen wir regelmäßig und auch sehr gut. Dieser Brunnen kann dafür als Beispiel dienen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Aufwertung des öffentlichen und konsumfreien Raums. Auch das ist uns ständiges Anliegen. Es muss platz für Erholung ohne Kosten geben. Das schaffen wir hier.

Abschließend ist noch zu sagen, dass es sehr freut, dass es hier im belebtesten Grätzl zu einer klaren Verbesserung und zu einer Aufwertung für alle kommt. So bekommt der Eingang zum Markt gleich ein viel sympathischeres Gesicht und wird noch ein wenig freundlicher. Ich freu mich drauf. Die Bauarbeiten starten 2019 und sollten im Herbst abgeschlossen sein. Gerne können wir dann 2020 mit einem frischen Achterl aus der Leitung anstoßen.