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am 29. Jänner

Donaukanal - Bürokratie ohne Plan

Barbara Pickl - Am Donaukanal wehren sich die Lokal-Pächter_innen gegen die Ausschreibung, setzt sich eine Bürgerinitiative für die Freiräume ein und werden die Bäume gegen die Radfahrer_innen aufgewogen.

WIR WOLLEN DAS FLAIR ERHALTEN, DER DONAUKANAL SOLL NICHT ZUR BALLERMANN-GASTRO-MEILE WERDEN.

​Am Donaukanal sind kleine Lokale wie die Hafenkneipe oder die Adria Wien bedroht. Denn die für den Kanal zuständige Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) sucht aktuell nach neuen Interessent_innen. Die Ausschreibung lässt befürchten, dass Fastfoodketten und Luxusgastronomie gewinnen könnten.

Wir wollen das nicht, weder im Bezirk noch auf Stadtebene. Maria Vassilakou hat sich deshalb schon an die zuständige Stadträtin Ulli Sima gewandt, auch der Bezirk Leopoldstadt hat einen von den Grünen initiierten Antrag beschlossen, der einen Neustart der Ausschreibung vorsieht.

WAS WIR WOLLEN

Wir wollen zurück an den Start. Die Ausschreibung muss neu gestartet werden – und sie muss jenen Kriterien entsprechen, die alle Wiener Parteien gemeinsam mit dem sogenannten „Masterplan Donaukanal“ beschlossen haben. Nur so können wir sicher sein, dass der Donaukanal als junger, urbaner Ort bestehen bleibt. Der Donaukanal ist den Menschen ans Herz gewachsen und stellt einen wichtigen Naherholungsraum dar. Wir wollen das Flair erhalten, der Donaukanal soll nicht zur Ballermann-Gastro-Meile werden.

FAHRBAHN oder Bäume, das ist keine Frage


Auch das Donaukanal-Ufer in der Brigittenau ist momentan ein heißes Eisen.

Bei einer Begehung hat die zuständige Magistratsabteilung festgestellt, dass der durch Baumwurzeln geschädigte Belag am Rad/Fußweg eine Gefahr darstellt. Es geht um Haftungsfragen.

Das Sanierungsprojekt könnte 1,5 Millionen Euro kosten und besonders in dem Bereich, wo jetzt schon viel zu wenig Grün die viel befahrene Brigittenauer Lände vom Weg trennt, auch noch viele Bäume kosten.

Hauptradweg nur auf dem Papier


Wie auch einige andere Radwege in der Brigittenau ist dieser ein Hauptradweg "am Papier". Eigentlich zu unzugänglich, geteilt mit Fußgänger_innen und im Moment unzumutbar holprig. Radfahr-Fans erhoffen sich zu Recht eigentlich etwas anderes von einem Hauptradweg, das dieser aber in seiner derzeitigen Form nicht leisten kann.

Doch das Geld  für eine grundsätzliche Umgestaltung, zum Beispiel durch die Überbauung der Böschung an manchen besonders engen Stellen, haben weder Bezirk noch die Stadt im Moment.

So bleibt es also bei der bürokratischen Verwaltung eines schlechten Konzepts - wir werden uns für eine kreativere Lösung einsetzen.