Big Brother Award
16.10.2009 17:00
Big Brother Award
Der Big Brother Award wird alljährlich für besondere Leistungen im Feld der Überwachung und Bevormundung vergeben. So etwas wie die "Gelbe Zitrone" für Vergehen gegen den Datenschutz und gegen BürgerInnenrechte. Heuer zählt die SPÖ Brigittenau zu den Nominierten und könnte einen Platz in der "Hall of Shame" ergattern.
Kontrolle der WählerInnen
Eigentlich unterliegen WahlbeisitzerInnen der Amtsverschwiegenheit.
Eigentlich besteht ihre Aufgabe darin, für einen korrekten Ablauf der Wahl zu sorgen.
Doch WahlbeisitzerInnen der SPÖ (Brigittenau) nehmen seit Jahren auch eine andere Aufgabe wahr: Sie führen zusätzliche Listen über die Wahlbeteiligung. Sie notieren auf eigenen, vorgedruckten Formularen, wer bereits wählen war.
Dadurch besteht die Möglichkeit, die eigenen WählerInnen, die noch nicht wählen waren, zu identifizieren und noch ganz speziell zur Stimmabgabe zu "motivieren". Und es ergibt sich dadurch natürlich auch eine personalisierte Liste der Nicht-WählerInnen, die bei der zukünftigen Wahlwerbung ganz individuell angesprochen werden können.
Preisverdächtig
Dieses Verhalten ist der Jury des Big Brother Award zumindest eine Nominierung wert. Ob es dafür auch einen Preis gibt und ob er (und wenn ja von wem?!) abgeholt werden wird, klärt sich am Sonntag, dem 25. Oktober ab 20:00 Uhr im Rabenhof Theater.
siehe auch:
- Wie die SPÖ bei der Wahl ein bisserl nachhilft
- "Die Presse": Wahldaten illegal weitergegeben
- "Kurier": Ein kritischer Preis rügt Datenspione
- Big Brother Award
- Albert Steinhauser: Reaktion auf den Big Brother Award
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